Besucherrekord und ein unvergesslichen Erlebnis!

Attention: open in a new window. | Print |

Minden. Eine äußerst positive aber auch kritische Bilanz der Veranstaltungen aus Anlass des 250. Jahrestages der Schlacht bei Minden haben Bürgermeister Michael Buhre und der Geschäftsführer der Minden Marketing (MMG), Dr. Jörg-Friedrich Sander, am Donnerstag gezogen.

Es sei gelungen, Zehntausende Gäste aus Ostwestfalen und dem angrenzenden Niedersachsen, aber auch aus ganz Deutschland und besonders aus Großbritannien an diesen Festtagen nach Minden zu locken und die historische Stadt als aufgeschlossene und erlebnisreiche Kommune zu präsentieren, erklärte Michael Buhre: „Das bis an die Leistungsgrenzen reichende Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Minden Marketing sowie die Bereitschaft Hunderter ehrenamtlich Aktiver hat es möglich gemacht, die Vielzahl der Veranstaltungen zu stemmen.“ Das gelte auch für das Begleitprogramm zum Jahrestag der Schlacht bei Minden, das bereits im Frühjahr mit sehr gut besuchten Vorträgen begonnen habe. Die Minden Marketing GmbH war dabei nicht nur für die konzeptionelle Ausgestaltung des Gesamtprogramms und der Feierlichkeiten und die internationale Zusammenarbeit verantwortlich, sondern auch für die operative Abwicklung, bei der zahlreiche ehrenamtliche Helfer, Kräfte der Stadt Minden sowie diverse Dienstleister unterstützt haben.

Das Konzept, im Rahmen der gesamten Veranstaltungsreihe an die teils dramatischen Auswirkungen dieser Schlacht in vielfältigen Formen - vom analysierenden Vortrag bis zu Spielszenen in der Innenstadt - zu erinnern, andererseits aber beispielsweise mit der Gourmetmeile und dem darin eingebundenen Minden-Barbecue auch Kurzweil anzubieten, sei aufgegangen, betonte Dr. Jörg-Friedrich Sander. „Wir haben den vielen Interessierten Heimat- und Weltgeschichte näher gebracht, Minden unter touristischen Aspekten aber auch nachhaltig etablieren können“, so der MMG-Geschäftsführer, der auf die umfangreiche Berichterstattung über den 250. Jahrestag der Schlacht bei Minden in deutschen Medien verwies. Besonders gefreut habe er sich auch darüber, dass es erstmalig in der Geschichte der Jubiläen gelungen sei, ausser den Briten auch einen hochrangigen französischen Repräsentanten in die Feierlichkeiten einzubinden, was deutlich mache, dass bei diesem Jubiläum in Minden in erster Linie die europäische Freundschaft gefeiert wurde. Möglich geworden sei all dieses durch die Sponsorbeiträge, die die Gesellschafter der Minden Marketing eingebracht hätten und den Zuschuss in Höhe von 300.000 Euro aus Bundesmitteln, die in die Weserstadt geflossen seien.

Kritisch betrachteten Buhre und Sander aber auch einzelne Aspekte der Veranstaltungsreihe, beispielsweise mit Blick auf nicht zu bewältigende Besucherzahlen wie beim 1. Minden-Tattoo auf dem Simeonsplatz. Es habe auch unter finanziellen Aspekten im Vorfeld eine Größenordnung dieses Musikabends gefunden werden müssen, die beherrschbar gewesen sei. Dieses auch in dem Bewusstsein, dass ein solcher kostenloser Konzertabend großen Zuspruch erfahre. Kalkuliert gewesen seien rund 3.000 Tattoo-Besucher, auch mit Blick auf das wechselhafte Wetter in der Region. „Deutlich weniger Besucher hätten das Tribünenrund nicht überdimensioniert erscheinen lassen.“

Dass letztlich deutlich mehr als die 6.000 anwesenden Musikfreunde das Tattoo besuchen wollten, damit habe niemand bei den Vorbereitungen gerechnet, sagte Dr. Jörg-Friedrich Sander. „Wir bedauern, dass viele Besucher abgewiesen werden mussten. Bei weiteren ähnlichen Veranstaltungen müsse geprüft werden, wie mit der Problematik umgegangen werden könne, ohne einen im Auge zu behaltenden Kostenrahmen zu sprengen.

Gerade letzteres hält auch Bürgermeister Michael Buhre für wichtig. „Wir können dankbar sein, dass sich trotz der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation so viele heimische Unternehmer engagieren, um Mindenern und Gästen in Minden etwas zu bieten. Das gilt auch für die nächste große Veranstaltungsreihe, die viertägige Mindener Kultursommerbühne, die am Donnerstagabend mit dem Konzertabend mit Max Raabe beginnt und trotz der hohen Belastung der Minden Marketing von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern engagiert vorbereitet wurde.“